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TU Berlin

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Lebensmittelchemie

Lupe
Bachelorstudiengang Lebensmittelchemie
Abschluss
Staatsexamen
Regelstudienzeit
9 Semester
Umfang
240 SWS
Studienbeginn
Wintersemester
Zulassung
örtlicher NC (ab 3. FS kein NC)
Unterrichtssprache
Deutsch 

Das Lebensmittelchemie-Studium an der TU Berlin:

Worum geht es?

Im Studienprofil sind die wichtigsten Infos zum Lebensmittelchemie-Studium an der TU Berlin zusammengestellt.

Lebensmittelchemie ist ein Spezialgebiet der Chemie und beschäftigt sich mit den Eigenschaften, der Zusammensetzung und Umwandlung von Lebensmitteln. Lebensmittel sind in der Regel komplex zusammengesetzte Systeme biologischer Herkunft, häufig Teile von pflanzlichen oder tierischen Organismen. Durch Einwirkung von außen - mechanische Verarbeitung, Erwärmung, Bestrahlung oder Lagerung - erleiden sie oft tiefgreifende Veränderungen.

Die Lebensmittelchemie befasst sich mit der Entwicklung analytischer Methoden zur Prüfung der Reinheit und Unverfälschtheit von Lebensmitteln und zur Identifizierung von gesundheitsgefährdenden Stoffen sowie mit der biochemischen Bewertung von Lebensmittelinhaltsstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln. Durch die rasante Entwicklung der analytischen Messtechnik lassen sich heute für die Bewertung maßgebliche Bestandteile noch im Spurenbereich sicher erfassen (Vitamine, Aromen, Pharmaka, Umweltnoxen). Die Tätigkeiten von Lebensmittelchemiker*innen liegen in der amtlichen Lebensmittelüberwachung an staatlichen und kommunalen chemischen Untersuchungsämtern, in einschlägigen Bundes- und Landesbehörden, in Forschungs-, Entwicklungs- und Kontroll-Laboratorien der Lebensmittelindustrie und ihrer Verbände. Die vielseitige Ausbildung eröffnet den Lebensmittelchemiker*innen auch außerhalb der Lebensmittelüberwachung und Lebensmittelindustrie viele Tätigkeitsfelder.

Wie ist der Studiengang aufgebaut?

Wer staatlich geprüfte*r Lebensmittelchemiker*in werden möchte, studiert Lebensmittelchemie mit dem Abschluss Staatsexamen, macht danach ein berufspraktisches Jahr und legt in drei Teilen die Prüfung für Lebensmittelchemiker*innen ab.

Der graphische Studienverlaufsplan zeigt auf einen Blick, was welchen Anteil im Studium ausmacht und wie groß der Freiraum für eigene Schwerpunktsetzungen ist.
 
Die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung zur staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin und zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker (LmChemAPV) gibt Orientierung über die Lernziele des Studiums und zeigt, was Studierende tun müssen, um den Abschluss zu erreichen. Deshalb ist die aktuellste Version Pflichtlektüre zu Studienbeginn.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Sie durch den Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, also Ihr Abitur oder den Erwerb beruflicher Qualifikation, fähig sind an der TU Berlin oder anderen Hochschulen zu studieren. Auch wenn das Belegen passgenauer Leistungskurse im Abitur einen Studieneinstieg prinzipiell erleichtern kann, heißt das nicht, dass ein Lebensmittelchemie-Studium gänzlich unmöglich ist, wenn Chemie „nur“ als Grundkurs belegt wurde. Mit Interesse und Motivation sowie geeigneten Lernstrategien wird es gelingen, die Lehrveranstaltungen zu bewältigen, auch, wenn es möglicherweise zu Beginn mehr Kraft und Zeit kosten wird. Aus Sicht der Studienberatung ist allerdings wichtig, genau zu wissen, was Sie erwarten wird. Nutzen Sie also Beratungsangebote und schauen Sie sich vor Studienbeginn vielleicht schon einmal Vorlesungen an, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, womit Sie sich beschäftigen werden.

Um sich auf die Mathematik im Studium vorzubereiten, gibt es viele Angebote vor Studienbeginn. Für generelle Tipps vor und zum Studienstart und bei allen anderen Fragen unterstützt die Studienfachberatung an der Fakultät.

Muss ich ein Praktikum machen?

Zur Ausbildung staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker*innen gehört zusätzlich zum Hochschulstudium im Anschluss ein berufspraktisches Jahr.

Der TU Career Service und die Anlaufstellen der Studienberatungen sowie das Landesamt für Gesundheit und Soziales geben gern Hinweise zur Unterstützung auf der Suche nach Praxiseinblicken auch vor und während des Studiums. Eine gute Gelegenheit für erste Praxiserfahrungen bieten außerdem die Projektwerkstätten und tu projects, in denen Studierende aller Fachrichtungen interdisziplinär an selbstgewählten Fragestellungen arbeiten.

... und was kann ich danach machen?

Während des Studiums füllen Studierende ihren persönlichen „Werkzeugkoffer“, d.h. sie erwerben Fachkenntnis auf einem Gebiet und eine Reihe von Kompetenzen, mit denen sie nicht auf eine bestimmte Laufbahn festgelegt sind. Absolvent*innen stehen verschiedene Möglichkeiten offen: der direkte Berufseinstieg, eine akademische Laufbahn mit Promotion usw. oder eine spätere Weiterqualifizierung aufbauend auf der gesammelten Berufserfahrung. Oft entwickelt sich die Entscheidung dafür durch die Erfahrungen und Einblicke im Studium.

Anders als eine Ausbildung bildet das Studium nicht für eine konkrete Tätigkeit aus. Deshalb ist für die Findung des Berufsbildes sinnvoll, mögliche Einsatzfelder studienbegleitend und eigeninitiativ zu erkunden. Hierbei können die Angebote des Career Service unterstützen und die Anlaufstellen der Studienberatungen gern Hinweise geben. Aber auch studentische Initiativen, Berufsverbände oder Berufsmessen helfen bei der Orientierung im Arbeitsmarktdschungel.

Als Experten für den aktiven Verbraucherschutz liegen berufliche Tätigkeitsfelder staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker*innen in Bereichen der amtlichen Lebensmittelüberwachung, in freiberuflichen Handelslaboratorien, der Lebensmittelindustrie sowie in der Forschung. Die konkreten Lernziele des Studiengangs und mögliche Anwendungsgebiete sind auf den Informationsseiten des Landesamts für Gesundheit und Soziales beschrieben. Das Berufenet der Agentur für Arbeit informiert allgemein über das Berufsbild.

JA, ich will Lebensmittelchemie! So geht’s weiter:

Wie bekomme ich einen Studienplatz?

Im Studiengang Lebensmittelchemie gibt es eine begrenzte Anzahl von Plätzen, er hat einen NC. Hier ist also zuerst eine Bewerbung nötig. Die Auswahlgrenzen der vergangenen Bewerbungsrunden dienen als Orientierung zur nächsten Bewerbungsrunde. Keinesfalls treffen sie eine Aussage darüber, ob es in der kommenden Bewerbungsphase mit einem Studienplatz klappen wird. Gesonderte Bewerbungswege gelten für Studieninteressierte, die eine Hochschulzugangsberechtigung aus dem Ausland mitbringen und für Bewerber*innen mit beruflicher Qualifizierung.

Was kostet das Studium?

Das Bachelorstudium an der TU Berlin ist gebührenfrei. Für die Uni fallen lediglich zu jedem Semester die Semesterbeiträge an. Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales erhebt für jeden Studienabschnitt eine einmalige Anmeldegebühr, diese beträgt im ersten und zweiten Abschnitt jeweils 60 Euro und im dritten 100 Euro.

Bei der Studienfinanzierung muss also vor allem der eigene Lebensunterhalt bestritten werden.

Wann geht’s los?

Offiziell an der Uni begrüßt werden alle neuen Studierenden jedes Wintersemester beim Erstsemestertag, wo man erfährt, wie man sein Studium gut organisiert. Wichtigster Termin für den Start ins Studium sind die fachspezifischen Einführungsveranstaltungen. Hier wird erklärt, wie man seinen Stundenplan zusammenstellt und wie der Studiengang funktioniert. Dabei trifft man zum ersten Mal seine Kommiliton*innen, mit denen man einen Großteil seiner Studienzeit verbringen wird. Das ist also der beste Zeitpunkt, Fachliches mit dem Aufbau erster Sozialkontakte zu verbinden, bevor die Vorlesungen starten.

Für die Studienorganisation gibt es eine Übersicht der allgemeinen Semestertermine.

Zusatzinformationen / Extras

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