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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Dominique

30 Jahre alt
Bachelor Technischer Umweltschutz
erstes Semester

Warum ich studieren wollte:

Für die Aufnahme eines Studiums habe ich mich entschieden, weil ich mich bei der Arbeit gelangweilt habe. Ich bin ausgebildeter Ver- und Entsorger in der Fachrichtung Abfall und habe eine Aufstiegsfortbildung zum Meister für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung absolviert. Ich wusste, dass ich mich in dem Bereich nicht weiterentwickeln kann und habe mich nach Möglichkeiten umgeschaut. Ich wollte raus aus dem Operativen und lieber im wissenschaftlichen oder im planerischen Bereich arbeiten, als nur nach einem vorgegebenen roten Faden zu handeln.

Meine Vorbereitung auf das Studium:

Eigentlich wollte ich direkt vor Studienbeginn den Mathe-Brückenkurs besuchen, der hat mich aber schnell abgeschreckt, sowohl vom Tempo als auch vom Niveau her. Ich habe den dann gleich abgebrochen und mich stattdessen auf den Online-Mathe-Brückenkurs konzentriert, der hat mir gut geholfen. Ansonsten habe ich mich mithilfe von Mathe-Büchern für die Oberstufe vorbereitet, was mir allerdings auch nicht so richtig viel gebracht hat, weil die Uni dann doch anspruchsvoller ist. Letztendlich hatte ich in meinem Studiengang aber auch den Eindruck, dass gar nicht viel Vorwissen verlangt und alles noch einmal erklärt wurde. Das Lernen nimmt einem dann keiner ab. Ich sehe für mich da keine großen Schwierigkeiten in den Mathe-Fächern, das fällt mir nicht schwerer als meinen Kommilitonen mit Abi. Womit ich eher Schwierigkeiten habe, ist das Schreiben, so etwas musste ich ja in der Schule, Ausbildung oder Arbeit nie machen.

Der Einstieg ins Studium:

Am Studienanfang habe ich mich erst einmal hilflos gefühlt. In der ersten Woche empfand ich leichte Überforderung, weil alles neu war, was auch aufregend war, aber da standen viele Fragen: Wie kriegst du das organisiert? Wo findest du einen Raum in der Uni, wenn du zwischen den Kursen mal Zeit hast? Das findet man dann alles selber raus, das kriegt man dann schon hin. Ich musste mich an den neuen Rhythmus gewöhnen und daran, dass man seine Zeit selbst organisieren muss, da hatten es die anderen aber auch nicht leichter. Zum Ende des ersten Semesters habe ich dann meinen  eigenen Ablauf gefunden und besuche jetzt auch nicht mehr jede Veranstaltung, wenn ich weiß, dass ich mehr davon habe, mich Zuhause damit zu beschäftigen.

„Studieren mit beruflicher Qualifikation“ – Bin ich jetzt etwas Besonderes?

Am Anfang hab ich befürchtet, dass ich als Studierender ohne Abi eine Sonderstellung haben würde, weil ich durch die Quote jemandem den Platz geklaut habe. Ich versuche nicht, mich mit den anderen zu vergleichen, aber wenn ich sehe, dass manche, die direkt vom Gymnasium kommen, mehr Schwierigkeiten haben als ich, glaube ich nicht mehr, mich rechtfertigen zu müssen. Ich sehe auch viele Interessensüberschneidungen mit meinen jüngeren Kommilitonen, lediglich die Freizeitgestaltung ist vielleicht etwas anders. Ich kann gut mit meinen Kommilitonen und meinem Hausaufgabenpartner Mathe lernen, das Alter spielt da keine Rolle, ich fühle mich auch mit ihnen auf dem gleichen Lernstand.

Durch meine Ausbildung und Berufserfahrung habe ich vor allem Vorteile in den Fächern Chemie und Abfallwirtschaft. Ich will mir zwar keine Kurse anrechnen lassen, allerdings kann ich die Berufserfahrung als Praktikum anerkennen lassen. Dann habe ich in den Semesterferien mehr Zeit zu lernen. Dass ich in den meisten Bereichen nicht auf Vorwissen zurückgreifen kann, sehe ich auch als Vorteil. Dann ist man von der Schule nicht so geprägt und kann das alles so aufnehmen, wie die Uni es haben möchte.

Ich habe ein Stipendium von der Rosa-Luxemburg-Stiftung für Studierende, die sonst nicht studieren würden, deren Eltern keinen akademischen Hintergrund haben und die es sich aus finanziellen Gründen sonst nicht leisten könnten, das nennt sich „Lux Like Studium“. Dort gibt es sowohl eine finanzielle, als auch eine ideelle Förderung, also Workshops, Seminare, Ferienakademien, Exkursionen.

Wie ich mein Studium angehe:

Ich weiß noch nicht, ob ich es in der Regelstudienzeit schaffen werde. In Mathe habe ich da schon manchmal meine Zweifel, ob ich die Prüfung direkt bestehen werde. Ich finde es aber auch nicht schlimm, erst beim zweiten Versuch durchzukommen. Es wird ja mit der Zeit auch leichter. Ich habe jetzt nach drei Monaten schon sehr viel verstanden, indem ich einfach viel dafür getan habe. Ich arbeite nur mit dem Begleitskript, nicht dem normalen, da ist die Sprache leichter. Um Hausaufgaben zu lösen nutze ich viel die Videos auf onlinetutorium.com, was mir zu Beginn des Studiums empfohlen wurde. Ich lerne auch mit jemandem zusammen, der schon mal Mathe-Grundlagen an der HU belegt hat, das ist sehr hilfreich.

Was mir im Studium wichtig ist: Es soll Spaß machen. Es soll die Möglichkeit gegeben sein, sich in die Hochschule einzubringen. Das geht im ersten Semester gar nicht, da bin ich nur mit Mathe beschäftigt. Vielleicht werde ich in den kommenden Semestern jeweils ein Modul weniger studieren, um nicht den Spaß und die Motivation zu verlieren. Im Anschluss an den Bachelor möchte ich gern gleich den Master machen, dann läuft auch das Stipendium weiter.

Und wenn ich mal nicht weiter weiß?

Als Ansprechpartner bei Schwierigkeiten kenne ich die Studienfachberatung, die Allgemeine Studienberatung und die Psychologische Beratung, die wurden uns in der Einführungswoche vorgestellt. Wenn ich irgendetwas wissen will, suche ich auf der Uni-Seite, dort gibt es viele Informationen. Wenn ich da nicht weiterkomme, frage ich Kommilitonen oder im Campus Center. Das Studium setzt meiner Meinung nach eine gewisse Selbstständigkeit voraus.

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