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TU Berlin

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Bernhild, 30 Jahre, studiert Regenerative Energiesysteme im Master, hat 2 Kinder (eine Tochter – 2 Jahre und einen Sohn – 10 Monate) und ist verheiratet.

Lupe

„Als ich den Master hier an der TU Berlin angefangen habe, war ich bereits schwanger mit meinem ersten Kind, meiner Tochter. Als sie dann drei Monate alt war und ich mit ihr die Elternzeit verbracht hatte, habe ich gemerkt, dass mir die „Decke auf den Kopf gefallen ist“ und ich mich unterfordert gefühlt habe. Als ich dann wieder zur Uni gehen konnte, war das ein ganz anderes Gefühl des Ausgelastetseins. Meine Tochter habe ich dann auch direkt im nächsten Semester mit in die Vorlesungen genommen und mir gesagt: Das klappt!

Inzwischen sieht eine typische Uni-Woche bei mir so aus, dass ich an allen Tagen immer zur Uni gefahren bin, da meine Tochter hier in die Studentenwerks-Kita geht. Nachdem ich sie dann dort hingebracht hatte, habe ich mich häufig in das Eltern-Kind-Zimmer im EB-Gebäude gesetzt und dort gelernt. Bei meinem Sohn habe ich jetzt gemerkt, dass er leider kein so guter Tagschläfer ist wie meine Tochter es war und habe gerade bei den Tutorien und Übungen gemerkt, dass das sehr anstrengend ist. Ich habe dann gesehen, dass das Familienbüro eine flexible Kinderbetreuung anbietet. Diese habe ich beantragt und schließlich auch bewilligt bekommen. An zwei Tagen in der Woche übergebe ich meinen Sohn dann einer Betreuerin, die im Eltern-Kind-Zimmer auf ihn aufpasst. Jetzt gerade ist es schön - und das haben wir auch mit meiner ersten Tochter so gemacht -, dass mein Mann in oder kurz vor den Prüfungsphasen seinen Elternzeit-Teil nimmt bzw. genommen hat. Außerdem kann sich mein Mann seine Arbeitszeiten flexibel einteilen, sodass wir da einfach privat viel organisiert und viel abgesprochen haben, wer wann was übernimmt. Außerdem habe auch an diesem Tandem-Programm teilgenommen. Als meine Tochter geboren wurde, da gab es eine Kommilitonin, die gesagt hat: „Komm‘, wir machen das zusammen! Wir würden die Kurse eh zusammen machen und dann machen wir das jetzt aber unter diesem Tandem-Gedanken noch intensiver.“ Sie hat mich bei alltäglichen Dingen unterstützt, wie zum Beispiel beim Stufenhochtragen des Kinderwagens oder dem Ausfindigmachen eines Wickelraums. Ich wusste, dass immer jemand an meiner Seite ist, der mich da unterstützt. Da war sie eine sehr große Hilfe, das war total gut.

Auch von der Reaktion der Dozenten bin ich eigentlich sehr positiv überrascht gewesen. Die meisten Dozenten meinten, es wäre kein Problem mein Kind mitzubringen. In den Vorlesungen waren sie dann auch sehr  rücksichtsvoll.

Weiterhin würde ich meine flexiblen Arbeitszeiten zu den Erfolgsfaktoren zählen. Seitdem ich Kinder habe, bin ich immer beim gleichen Arbeitgeber gewesen. Dadurch hatte ich auch immer diese Gewissheit, dass es in Ordnung ist, wenn ich die zu Anfang vereinbarten zwanzig Stunden nicht schaffe.

Durch die Vereinbarkeit von Studium und Kindern habe ich für mich persönlich einige Dinge gelernt. Mein Organisationstalent wurde ausgebaut - dass man nicht nur für sich selbst verantwortlich ist und schauen muss, wie ist der Tagesablauf, wie ist der Wochenablauf, wann muss ich mit was anfangen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich auf jeden Fall belastbarer bin, als ich immer dachte. Es war sicherlich auch sehr anstrengend, dadurch dass man das Kind in der Uni dabei hatte und dass man teilweise abends erst zum Lernen kam oder am Wochenende. Und trotzdem hat mir das nichts ausgemacht. Klar, ist man mal müder, wenn das Kind in der Nacht nicht gut schläft, aber so alles in allem hat mich das jetzt nicht denken lassen, dass es die falsche Entscheidung gewesen wäre. Im Gegenteil: ich würde es rückblickend betrachtet immer so wieder tun.“

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